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Zivilbevölkerung |
Sklaverei
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Gebet unter einem Baum in Kotobi
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Im Sudan werden an Südsudanesen, an Nuba und an Ingassana Menschenrechts- verletzungen systematisch verübt. Das heißt, Tote in der
Zivilbevölkerung werden nicht nur bewußt in Kauf genommen, die Zivilbevölkerung
zu dezimieren ist das Ziel. Bombardierungen von Dörfern kommen regelmäßig
vor. Jedesmal begründet die Regierung dies, mit der angeblichen Entdeckung von
Militärlagern der SPLA. Auch Lebensmittelzentren werden davor nicht verschont
(siehe amnesty international: Pressespiegel Sudan 1/2000). Der Bürgerkrieg mit
allen seinen Kampfhandlungen hat bisher fast ausschließlich im Südsudan gewütet.
Die meisten Menschen werden dort in irgendeiner Form Opfer des Krieges.
In welcher Form, Menschen zu Opfern werden, hängt davon ab, in welchen Gegenden sie leben, und wo
sich Kampfhandlungen abspielen, wie sehr die Infrastruktur zerstört wurde, ob
sie noch in ihren Dörfern leben können oder ob sie in Lagern untergebracht sind,
ob sie sich selbst mit Nahrungsmitteln versorgen können, ob und wie häufig
Bombenangriffe geflogen werden, ob Hilfsorganisationen vor Ort sind und ob sie
noch eine Familie haben.
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Ein zerstörtes Haus in Yei
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Benachteiligt und ihrer Rechte als sudanesische Bürger beraubt werden die Menschen aus dem Südsudan, aus
den Nubabergen und Ingassana aber auch viele Bevökerungsgruppen aus dem Norden.
Der systematischen Verletzung ihrer sogenannten individuellen Grundrechte sind
nur die Menschen ausgesetzt, die für die Herrschaft des Regimes in Khartum nicht
einfach zu gängeln sind bzw. die vermeintlich oder tatsächlich den Widerstand
unterstützen.
Die 1948 in der Menschenrechtscharta festgelegten Rechte schützen vor willkürliche Inhaftierung
und Folter, Vertreibung und Versklavung, Diskriminierung, etc. Diese Verbrechen
werden sowohl an Personen wie auch an Personengruppen verübt.
Wieso wird die Zivilbevölkerung bekämpft?
Die Regierung erhebt Ansprüche auf das Land und seine Reichtümer. Es soll von den arabischen Eliten, ihren Familien und
Anhängern genutzt werden können. Das ist die Ursache dafür, daß die Kriegsstrategien sich vor allem gegen die Bewohner richten. Sie werden
bombardiert, ausgehungert und ihre Dörfer sind Überfällen von Milizen ausgesetzt.
- Die Bevölkerung des Südsudan hat das Pech, in einem Gebiet zu leben, das reich an Bodenschätzen ist
und in dem gute Bedingungen für Landwirtschaft herrschen: fruchtbare Böden und genügend Niederschläge. Über die Jahre wurden immer wieder Menschen aus genau
solchen Gegenden vertrieben, die attraktiv und lukrativ für nordsudanesische Geschäfte erschienen. Das offiziell dann besitzerlose Land, wurde an arabische
Interessenten gegeben, die es für Plantagenwirtschaft nutzten. Seit Erdöl gefördert wird, ist das der Hauptgrund für die Vertreibung.
Obwohl diese Kluft bezüglich der Entwicklung und die völlige Ungleichheit im Verhältnis des Nordens zum Südens
überdeutlich waren, zwangen die Briten den Süden bzw. die marginalisierten Teile
in eine Einheit mit dem Norden, bzw. mit den Gebieten, die unter der Herrschaft
der sich als Elite herausgebildeten arabischen Minderheit.
- Es soll niemand in der Lage sein, die Widerstandsbewegung zu unterstützen, weder durch persönlichen Einsatz in deren Armeen, noch indem ihnen Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt
werden. Außerdem kann eine Bevölkerung, die keine Chance hat, sich selbst zu versorgen, nur überleben, wenn sie Nahrungsmittel von außen erhält. Dabei gilt
in den Gebieten, die von der Regierung kontrolliert werden, daß alle, die abhängig sind von Nahrungsmittelhilfe auch abhängig sind von islamischen
Organisationen, die eng mit der Regierung zusammenarbeiten.
Sklaverei
Sklaverei wird im Sudan nicht nur geduldet von den Regierenden, sie wird unterstützt als eine der
Kriegsstrategien, die durch die Milizen angewendet werden. Diese Milizen kämpfen
auf eigene Rechnung. Sie sind aber von der Regierung bewaffnet worden und für
ihre Taten wird ihnen offensichtlich Straffreiheit zugesichert.
Sehr lange hat das Regime, die Militärregierung geleugnet, daß Sklaverei im Sudan praktiziert wird,
das heißt, bis dahin haben sie behauptet, die Behauptung, daß Sklaverei im Sudan existiert, sie eine Erfindung der übelwollenden Presse und Regierungen. 1999
konnten selbst sie, die Profis der Verdrehung, nicht mehr leugnen, daß es Praxis ist, schwarzafrikanische Menschen gefangen zu nehmen, zu verkaufen und in
Gefangenschaft und Leibeigenschaft zur Arbeit und zu Prostitution zu zwingen.
Weiterhin machen sie glauben, daß die Milizen, die verantwortlich sind für die Überfälle auf die
Dörfer, für Verschleppung und Versklavung völlig unabhängig von der Regierung
operieren. Eine oft gehörte Version ist, die Überfälle seien eine Tradition in
diesem Gebiet, wo rivalisierende Stämme leben.
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Kontakt: Sossa e.V.
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